Vereidigter Übersetzer: Was du wirklich wissen musst

Ein vereidigter Übersetzer, ein von einem Gericht oder einer zuständigen Behörde autorisierter Sprachdienstleister, der Übersetzungen rechtsgültig beglaubigen kann. Auch bekannt als gerichtlich beeidigter Übersetzer, ist er der einzige, dessen Übersetzungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz offiziell anerkannt werden – etwa für Urkunden, Verträge oder Behördenunterlagen. Wenn du einen Geburtsurkunde, einen Hochzeitsvertrag oder einen Schulabschluss ins Ausland schicken musst, reicht eine normale Übersetzung nicht. Nur ein vereidigter Übersetzer kann die Übersetzung mit Unterschrift und Siegel versehen – und damit rechtliche Gültigkeit erlangen.

Du brauchst ihn nicht für einen Brief an einen Freund oder eine E-Mail an einen Lieferanten. Du brauchst ihn, wenn es um Dokumentenübersetzung, die formelle Übertragung von amtlichen oder rechtlichen Texten in eine andere Sprache mit offizieller Bestätigung geht. Das kann eine Einbürgerungsurkunde sein, ein Firmenstatut, ein Ehevertrag oder ein Gerichtsurteil. Ohne die Beglaubigung durch einen vereidigten Übersetzer wird die Behörde das Dokument zurückweisen – und du verlierst Zeit, Geld und Nerven.

Ein Gerichtsübersetzer, eine andere Bezeichnung für einen vereidigten Übersetzer, der vor einem Gericht beeidigt wurde ist kein allgemeiner Sprachmittler. Er ist kein Freelancer, der einfach gut Englisch kann. Er hat eine Prüfung abgelegt, seine Zuverlässigkeit und Sprachkompetenz nachgewiesen – und er haftet rechtlich für jede Übersetzung. Ein Fehler kann Konsequenzen haben: ein abgelehnter Visumantrag, ein ungültiger Vertrag, eine versäumte Frist. Deshalb zahlt sich die Investition aus – und nicht nur im Geld, sondern in Sicherheit.

Die Beglaubigung erfolgt durch ein Siegel und eine Unterschrift. Manchmal wird auch ein Beglaubigung, die offizielle Bestätigung, dass eine Übersetzung dem Original entspricht und von einem vereidigten Übersetzer stammt als separater Anhang beigefügt. Die meisten Behörden verlangen das Original mit dem Siegel – Kopien reichen nicht. Und nein, ein Online-Übersetzer wie DeepL oder Google Translate kann das nicht ersetzen. Sie liefern Inhalte, keine Rechtsgültigkeit.

Im Alltag taucht der Bedarf oft unerwartet auf: wenn du dein Studium im Ausland abschließen willst, wenn du eine Erbschaft in Italien antreten musst, wenn du einen deutschen Arbeitsvertrag für die Niederlande brauchst. Der richtige Übersetzer kennt die Feinheiten – ob es um deutsche Rechtsbegriffe, österreichische Behördensprache oder schweizerische Formulierungen geht. Er weiß, was in der Zielsprache tatsächlich zählt.

Du findest vereidigte Übersetzer über die Landesgerichte, über Verbände wie den BDÜ oder über Empfehlungen von Notaren und Anwälten. Achte darauf, dass er für deine Sprachkombination und dein Bundesland zugelassen ist. Ein Übersetzer aus Berlin ist nicht automatisch für Bayern gültig – die Zuständigkeiten sind regional geregelt. Und vergiss nicht: die Kosten sind transparent – meist nach Gebührenordnung berechnet. Keine versteckten Preise, keine Überraschungen.

Was du hier findest, sind echte Erfahrungen, klare Anleitungen und praktische Tipps zu allem, was mit vereidigten Übersetzern zu tun hat: von der Anfrage bis zur Unterschrift, von den Dokumenten, die du brauchst, bis zu den Fällen, in denen du ihn wirklich nicht brauchst. Kein theoretisches Geschwätz. Nur das, was zählt.

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