Gerüstkalkulation: Wie Sie Kosten für Baugerüste genau berechnen

Bei jeder größeren Baustelle ist ein Gerüst, ein vorübergehendes Tragwerk, das Arbeitern sicheren Zugang zu Höhen und Wänden ermöglicht. Auch bekannt als Baugerüst, ist es kein Luxus – es ist eine notwendige Grundlage für sicheres und effizientes Arbeiten. Doch viele vergessen: Die Kosten dafür sind nicht nur die Miete, sondern auch Aufbau, Abbau, Transport und eventuelle Schäden. Eine falsche Gerüstkalkulation kann ganze Projekte teuer machen.

Ein Gerüst ist kein Standardprodukt. Es muss an die Bauform, die Höhe, die Dauer und die Arbeitsweise angepasst werden. Ein einfaches Wandgerüst für eine Fassadendämmung kostet anders als ein komplexes Ringgerüst für eine Dachsanierung. Die Gerüstmiete, die tägliche oder wöchentliche Gebühr für die Nutzung des Gerüsts ist nur ein Teil. Dazu kommen Baukosten, die Aufbau- und Abbauarbeiten, die oft von Fachpersonal erledigt werden müssen. Wer hier spart, riskiert Verzögerungen oder sogar Unfälle. Und wer denkt, ein billiges Gerüst aus dem Baumarkt reicht, irrt: Nur zugelassene Systeme mit Prüfbescheinigung sind rechtssicher und versicherbar.

Ein typischer Fehler: Die Dauer unterschätzen. Ein Gerüst steht oft länger als geplant – wegen Wetter, Lieferverzögerungen oder Nacharbeiten. Die Mietkosten summieren sich schnell. Eine gute Gerüstkalkulation rechnet mit 10–20 % Pufferzeit. Auch die Transportkosten werden oft vergessen: Ein Gerüst muss nicht nur aufgebaut, sondern auch abtransportiert werden. Wer das nicht einplant, hat am Ende eine unerwartete Rechnung. Und wer auf dem Dach arbeitet? Dann braucht er nicht nur ein Gerüst, sondern auch Sicherheitsnetze, Abschirmungen und eventuell eine genehmigte Baustellenzugangslösung – all das muss in die Kalkulation.

Die meisten Bauunternehmen nutzen Software oder Tabellen, um Gerüstkalkulationen zu erstellen. Aber die besten Tools helfen nichts, wenn die Daten falsch sind. Wichtig sind: genaue Maße, genaue Dauer, genaue Arbeitsabläufe. Ein Gerüst für eine 8-Meter-Hausfassade braucht andere Elemente als eines für einen 15-Meter-Turm. Die Anzahl der Stockwerke, die Zugänge, die Lasten – alles zählt. Und wer denkt, das ist nur für Großprojekte relevant? Falsch. Auch bei einer einfachen Dachreparatur oder einem neuen Fenstereinbau kann ein kleines Gerüst die entscheidende Rolle spielen – und die Kosten bestimmen.

Wenn Sie als Hausbesitzer planen, Ihr Haus sanieren zu lassen, fragen Sie den Handwerker: Wie hoch sind die Gerüstkosten? Und warum genau? Ein seriöser Unternehmer zeigt Ihnen die Aufstellung – nicht nur den Endbetrag. Denn nur wer die Einzelteile kennt, kann vergleichen, verhandeln und Fehler erkennen. Und wer die Kalkulation versteht, vermeidet Überraschungen am Ende.

In der folgenden Sammlung finden Sie Artikel, die genau diese Themen aufgreifen: Wie man Gerüstkalkulationen richtig anstellt, welche Kosten tatsächlich anfallen, wie man sie mit anderen Baukosten verrechnet und warum manche Gerüsttypen sich für bestimmte Projekte einfach besser eignen. Ob Sie selbst bauen, sanieren oder nur planen – hier finden Sie das, was wirklich zählt.

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