Trocknungszeiten: Wie lange dauert das Trocknen von Putz, Estrich und Holz?

Wenn du Trocknungszeiten, die Zeit, die Baustoffe benötigen, um ihre Feuchtigkeit abzugeben, bevor weitergearbeitet werden kann. Auch bekannt als Aushärtezeiten, bestimmen sie, ob dein Boden, deine Wände oder deine Türen später Risse bekommen oder Schimmel bekommen. Die meisten Bauherren unterschätzen sie – und bezahlen später den Preis. Ein falsch getrockneter Estrich kann den Bodenbelag ruinieren. Ein zu schnell verputzter Wandbereich zieht Feuchtigkeit an – und wird zum Schimmelpilz-Paradies. Und eine Tür aus Holz, die nicht richtig getrocknet ist, verzieht sich nach der Montage. Das ist kein Theorie-Problem. Das passiert jeden Tag auf Baustellen.

Es gibt keine einheitliche Regel. Putz, der auf Zement- oder Kalkbasis hergestellt wird, trocknet je nach Dicke und Luftfeuchtigkeit zwischen 1 und 4 Wochen. Ein 1,5 cm dicker Innenputz in einem gut belüfteten Raum braucht mindestens 14 Tage. In alten Häusern mit dicken Mauern oder in feuchten Kellern kann es doppelt so lange dauern. Estrich, besonders Zementestrich, benötigt mindestens 21 Tage pro Zentimeter Dicke – und das nur bei optimalen Bedingungen. Viele Baufirmen sagen: "Nach 7 Tagen kann man draufgehen." Das ist falsch. Du kannst draufgehen, aber nicht parkettieren, nicht fliesen, nicht verlegen. Der Estrich muss bis zu 80 % seiner Feuchtigkeit verloren haben – das dauert Monate, wenn du nicht messst. Ein Feuchtigkeitsmessgerät kostet weniger als 100 Euro. Es spart dir Tausende an Folgeschäden.

Holz, das für Innentüren, Dielen oder Türrahmen verwendet wird, muss in der Regel 6 bis 12 Wochen im Bauhaus gelagert werden, bevor es eingebaut wird. Warum? Weil Holz wie ein Schwamm arbeitet. Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf – oder gibt sie ab. Wenn du eine Tür aus frisch gesägtem Holz einbaust, wird sie sich im Winter verziehen, im Sommer wieder ausdehnen. Das Ergebnis? Ein Türblatt, das nicht mehr zu- oder aufgeht. Das ist kein Mangel. Das ist eine Folge von falscher Planung. Und das betrifft nicht nur Türen. Auch Holzböden, Fensterbänke oder Treppenstufen. Die Lösung? Nicht aufs Gefühl vertrauen. Messen. Lüften. Warten. Die meisten Probleme, die du nach der Fertigstellung hast – Risse, Verziehungen, Schimmel – kommen nicht vom Material. Sie kommen von zu schneller Weiterarbeit.

Du findest hier keine allgemeinen Empfehlungen. Du findest konkrete Erfahrungen aus echten Projekten: Wie lange braucht ein Duschbereich nach Feuchtigkeitsschutz wirklich? Was passiert, wenn du nach dem Estricharbeiten sofort Fliesen verlegst? Warum ein trockener Putz nicht gleich ein fester Putz ist. Und wie du mit einfachen Mitteln selbst prüfst, ob es soweit ist. Die Beiträge hier zeigen, was wirklich zählt – nicht was die Baufirma dir erzählt, sondern was die Physik vorschreibt.

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