Baumängel dokumentieren: So schützen Sie sich vor teuren Streitigkeiten

Wenn Sie eine Immobilie abnehmen, ist das Baumängel dokumentieren, die systematische Erfassung von Fehlern oder Mängeln bei der Bauabnahme nicht optional – es ist Ihre wichtigste Schutzmaßnahme. Ohne eine ordnungsgemäße Aufzeichnung können Sie später für Schäden haften, die gar nicht Ihre Schuld sind. Ein falsch unterschriebenes Protokoll kann Sie Tausende Euro kosten. Das ist kein Theorie-Problem – es passiert täglich, besonders bei Neubauten oder umfangreichen Sanierungen.

Ein Mängelprotokoll, ein schriftliches Dokument, das alle festgestellten Mängel beim Bauabschluss auflistet ist kein Formsatz, den Sie vom Bauunternehmer bekommen und unterschreiben. Es ist Ihr Werkzeug, um klare Verantwortlichkeiten festzulegen. Was zählt? Undichte Fenster, falsch verlegte Fliesen, fehlende Dämmung, nicht funktionierende Steckdosen, unebene Estriche – alles muss genau beschrieben werden. Orte, Zustand, Datum, Fotos. Kein "sieht schlecht aus", sondern "Dusche im Badezimmer, linke Wand, 30 cm breiter Putzriss, Wassertröpfchen an der Decke, Datum 12.04.2025, Foto 001.jpg". Der Bauabnahme, der formale Prozess, bei dem der Bauherr die fertige Immobilie entgegennimmt und Mängel festhält ist kein formales Ritual – sie ist Ihr letzter Kontrollpunkt, bevor Sie den Schlüssel bekommen und die Haftung übernehmen.

Warum ist das so wichtig? Weil der Gesetzgeber klare Regeln hat: Wer Mängel nicht schriftlich festhält, gilt als zufrieden. Und das bedeutet: Kein Anspruch auf Nachbesserung, kein Anspruch auf Schadensersatz. Selbst wenn der Mangel offensichtlich ist – wenn er nicht im Protokoll steht, ist er rechtlich nicht existent. Das wissen viele Bauherren nicht – und zahlen dafür. Die Baurecht, das Rechtsgebiet, das Bauverträge, Mängelansprüche und Abnahmepflichten regelt ist komplex, aber diese eine Regel ist einfach: Dokumentieren oder verlieren. Und wer denkt, der Bauunternehmer macht das schon? Falsch. Er hat kein Interesse daran, Mängel aufzuschreiben. Sie müssen es tun. Und zwar mit Zeugen, mit Datum, mit Bildern. Ein Mängelprotokoll ist kein Papierkram – es ist Ihre Versicherung. In der Sammlung unten finden Sie konkrete Beispiele, wie andere Bauherren Mängel richtig festgehalten haben, welche Fehler sie vermeideten und wie sie mit den Handwerkern verhandelt haben – ohne Streit, ohne teure Anwälte. Lesen Sie, was funktioniert. Und machen Sie es genauso.

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