Alkohol gegen Schimmel: Wirkt das wirklich? Was Sie wissen müssen

Wenn Alkohol gegen Schimmel, eine gängige Haushaltsmethode zur Bekämpfung von Schimmelpilzen in Wohnräumen. Auch als Reinigungsalkohol, Isopropanol oder Ethanol bekannt, wird er oft als schnelle Lösung empfohlen – besonders in Altbauten oder nach Wasserschäden. Doch was passiert wirklich, wenn Sie Alkohol auf die Wand sprühen? Und warum kann diese Methode mehr Schaden anrichten als helfen?

Der Mythos, dass Alkohol Schimmel tötet, hält sich hartnäckig. Tatsächlich kann hochprozentiger Alkohol oberflächlich Sporen abtöten – aber nur, wenn er lange genug einwirkt. In der Praxis? Meistens nicht. Schimmelpilze wachsen tief in Porösem – in Putz, Holz oder Dämmmaterial. Alkohol verdunstet zu schnell, dringt nicht tief genug ein und lässt die Wurzeln des Schimmels unangetastet. Was bleibt? Ein trockener Fleck, der bald wieder grün oder schwarz wird. Und das Risiko? Sie glauben, das Problem ist gelöst, und ignorieren die eigentliche Ursache: Feuchtigkeit. Schimmelbekämpfung, die nur die Oberfläche behandelt, ohne die Feuchtigkeitsquelle zu beseitigen, ist wie das Abwischen eines tropfenden Wasserhahns – das Problem kommt zurück, schneller und schlimmer.

Was viele nicht wissen: Alkohol kann Holzschimmel, eine spezifische Form von Schimmel, die in Holzkonstruktionen wie Türen, Dielen oder Fensterrahmen wächst sogar noch gefährlicher machen. Holz saugt Alkohol auf – und mit ihm Feuchtigkeit. Wenn das Holz danach nicht richtig trocknet, entsteht eine perfekte Umgebung für neuen Schimmel. Das ist besonders kritisch bei Innentüren, hochwertigen Holzprodukten, die oft aus massivem Holz oder furnierten Oberflächen bestehen und empfindlich auf chemische Behandlungen reagieren. Bei Tischlerei Greiderer wissen wir: Ein falscher Reiniger kann eine handgefertigte Tür ruinieren, die Jahre lang halten sollte. Und wer hat schon Lust, eine neue Tür zu kaufen, nur weil jemand mit Alkohol gespritzt hat?

Es gibt bessere Wege. Wer Schimmel wirklich loswerden will, muss drei Dinge tun: Die Feuchtigkeitsquelle finden und beseitigen, die befallenen Bereiche mechanisch entfernen (z. B. abschleifen oder abkratzen), und danach gezielt antischimmelnd behandeln – mit speziellen Mitteln, die tief wirken und nicht nur kurzfristig wirken. Alkohol ist kein Ersatz dafür. Er ist ein Mittel, das in seltenen Fällen als Ergänzung dienen mag – aber niemals als Lösung.

Wenn Sie Schimmel an Ihrer Tür, an der Wand oder im Bad sehen: Hören Sie auf, mit Alkohol zu experimentieren. Fragen Sie einen Profi. Schimmel ist kein Putzproblem – er ist ein Bauproblem. Und wer sein Zuhause wirklich schützen will, behandelt die Ursache, nicht die Symptome. In den folgenden Artikeln finden Sie konkrete Lösungen: Wie Sie Schimmelrisiken bei Dämmung vermeiden, warum Eigenleistung oft mehr kostet als sie bringt, und wie Sie historische Türen richtig pflegen – ohne sie zu ruinieren.

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